Dysthymien blühen nicht im Garten.

Was nach Botanik und bunten Sommerblumen klingt, ist eine depressive Verstimmung, die über Jahre anhält. Viele Menschen mit einer Dysthymie funktionieren im Alltag zwar, leiden jedoch erheblich. Sie ziehen sich immer mehr zurück. Ein Tapetenwechsel oder Rausfahren ins Grüne hilft nicht. Als Psychiater stehst du den Betroffenen bei und arbeitest mit ihnen daran, dass ihre Welt wieder farbenfroh wird.

Interview

Lockdown, Social Distancing, Verunsicherung: die Pandemie schlägt allen aufs Gemüt. Wie ist das für Menschen, die psychisch vorbelastet sind?
In der Corona-Pandemie brechen durch Homeoffice und Kontaktbeschränkungen häufig Tagesstruktur und Sozialkontakte weg. Zudem sorgen sich ständig ändernde Regelungen und Erkenntnisse über das Coronavirus für viel Unsicherheit. Dies bringt viele an ihre Belastungsgrenzen. Doch für psychisch erkrankte Menschen ist es eine ganz besondere Herausforderung. Viele Hilfsangebote, die Struktur und Halt geben, fallen gerade weg oder können nur sehr eingeschränkt genutzt werden.

Schlechte Stimmung, mies gelaunt – wo fängt eine Depression an?
Schlechte Laune hat jeder hin und wieder. Aber wenn die Stimmung durchgehend gedrückt ist, man morgens kaum aus dem Bett kommt, sich zu nichts aufraffen kann, schnell erschöpft und müde ist oder einem selbst das geliebte Hobbys keinen Spaß mehr macht, dann kann eine Depression dahinterstecken. Für die Diagnose einer Depression müssen diese Beschwerden aber mindestens zwei Wochen am Stück auftreten.

Was sind denn typische Anzeichen für eine Depression?
Eine Depression kann sich sehr vielfältig zeigen. Neben den typischen Symptomen wie gedrückte Stimmung, Antriebsmangel und Verlust von Interessen und Freude, treten häufig Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder Anspannung und Unruhe auf. Auch können Betroffene häufig schlecht Entscheidungen treffen, fühlen sich wertlos und sehen insgesamt schwarz. Die Beschwerden zeigen sich meist am stärksten am Morgen. Während die einen kaum noch zur Ruhe kommen, liegen andere nur noch im Bett, essen und trinken kaum und vernachlässigen die Körperhygiene.

Welche körperlichen Beschwerden deuten auf eine Depression hin?
Abnahme des Appetits, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und fehlendes sexuelles Interesse – das sind Beispiele für körperliche Beschwerden bei Depressionen.

Wie kann ich aus eigener Kraft vermeiden, in eine Depression abzurutschen?
Sich Auszeiten zu nehmen in der Hektik des Alltags, ist das A und O. Also bewusst Zeiten einplanen, in denen man entspannen und neue Energie tanken kann.

Außerdem ist Schlaf ganz generell ein wichtiger Aspekt für psychische Gesundheit. Stichwort Schlafhygiene: geregelte Schlafzeiten, eine angenehme Schlafumgebung, viel Bewegung am Tag und Rituale vor dem Einschlafen können helfen.

Welche Signale sollten Mitmenschen hellhörig werden lassen?
Wenn eine gesellige Person anfängt sich zu Hause einzuigeln, ein leidenschaftlicher Schwimmer plötzlich das Wasser meidet oder sich eine Eule zur Lerche verwandelt und jemand ab 04:00 Uhr wach und grübelnd im Bett liegt, sollte man auf weitere typische Beschwerden einer Depression achten.

Wohin kann man sich zunächst wenden?
Erster Ansprechpartner ist wie bei allen Erkrankungen der Hausarzt. Er macht sich ein erstes Bild und verweist die Betroffenen bei Bedarf an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

In akuten Krisen, insbesondere zu Zeiten, in denen die Arztpraxen geschlossen sind, steht die Notaufnahme der zuständigen Psychiatrischen Klinik jederzeit zur Verfügung. Auch der Sozialpsychiatrische Dienst einer Region steht psychisch erkrankten Menschen und ihren Angehörigen beratend und unterstützend zur Seite.

Sind Frauen und Männer unterschiedlich depressiv?
Bei Frauen wird wesentlich häufiger die Diagnose Depression gestellt als bei Männern. Ob Frauen tatsächlich häufiger von einer Depression betroffen sind oder Depressionen bei Männern einfach häufig nicht erkannt werden, ist ein viel diskutiertes Thema. Ob Depressionen sich bei Männern anders z. B. durch Gereiztheit und Aggressivität zeigen, ist umstritten.

Hat man Depressionen für immer?
Depressionen verlaufen in der Regel in Phasen. Nach einer depressiven Phase folgt eine beschwerdefreie Phase oder zumindest eine erhebliche Abnahme der Beschwerden. Wie viele Phasen im Laufe eines Lebens auftreten, wie schwer und wie lange diese verlaufen, ist jedoch sehr individuell.

Du arbeitest in einer psychiatrischen Klinik. Wie kommen die Menschen in der Regel zu dir in Behandlung?
Das ist sehr unterschiedlich. Zum Teil kommen Betroffene selbstständig oder in Begleitung ihrer Angehörigen in unsere Notaufnahme. Viele werden auch von ihrem Hausarzt eingewiesen oder vom Rettungsdienst in unsere Klinik gebracht.

Welchen Weg haben sie dann schon zurückgelegt?
Betroffene und ihre Angehörigen können häufig zunächst nicht einordnen, was mit ihnen nicht stimmt. Zum Teil dauert es Monate oder Jahre bis die richtige Diagnose gestellt wird. Oder es kommt sogar nie dazu. Das bedeutet, dass die passende Hilfe ausbleibt.

„Es ist wichtig, dass Ärzte an der Diagnosestellung beteiligt sich, um organische Ursachen auszuschließen oder weitere Erkrankungen mitbehandeln zu können.“

Zum Teil haben die Betroffenen bereits monatelang vergeblich auf einen Arzttermin in einer psychiatrischen Praxis oder einen Psychotherapieplatz gewartet. Gerade wenn es einem durch die Depression ohnehin schwerfällt, aus dem Bett zu kommen und sich aufzuraffen, Termine und Strukturen einzuhalten, können Warteschleifen und Anrufbeantworter oder sehr begrenzte Sprechzeiten eine schier unüberwindbare Hürde darstellen.

Welche Therapiebausteine sind sinnvoll?
In einer psychiatrischen Klinik setzt sich eine Behandlung in der Regel zusammen aus therapeutischen Gesprächen, Untersuchungen zum Ausschluss körperlichen Ursachen der Beschwerden, Medikamenten und weiteren Therapien wie Ergotherapie, Kunsttherapie und Sporttherapie. Auch die Unterstützung beim Lösen konkreter sozialer Probleme – beispielsweise Schuldentilgung oder Sozialleistungen zu beantragen – können wichtige Bausteine sein.

Manchmal erscheint einem schwer depressiven Menschen seine Situation so hoffnungslos, dass er einfach nicht mehr will. Wie gehst du vor, wenn Suizidgedanken ins Spiel kommen?
Zunächst ist es wichtig, herauszufinden wie konkret die Suizidgedanken sind. Viele depressive Menschen berichten, dass sie aktuell keinen Ausweg sehen, der Gedanke an eine tödliche Krankheit oder ein plötzlicher Unfall sie umtreibt. Andere berichten von Gedanken, ihrem Leben selbst ein Ende zu bereiten. In diesem Fall ist es wichtig herauszufinden, ob die Person bereits konkrete Pläne oder sogar Vorbereitungen getroffen hat, z. B. Medikamente beschafft wurden. Es ist zudem wichtig herauszufinden, wie stark der Impuls ist, die Gedanken in die Tat umzusetzen.

„Häufig ist der Schutzraum der Klinik mit Ansprechpartnern rund um die Uhr bereits eine große Entlastung.“

Kann ein Betroffener an nichts anderes mehr denken und für nichts garantieren, ist externe Kontrolle auf einer geschützten Station gefragt, wo rund um die Uhr eine Fachperson zur Seite steht, bis es der Person wieder besser geht.

Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter? Sind Online-Therapien hier geeignet?
Nach dem Klinikaufenthalt sollte die Behandlung auf jeden Fall weiter gehen. Dies kann sehr unterschiedlich aussehen. Auf jeden Fall sollte ein Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie beteiligt sein und eine ambulante Psychotherapie erfolgen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Angebote wie Ergotherapie, Selbsthilfegruppen oder ambulante psychiatrische Pflege. Die Zusammenstellung der Therapiebausteine sollte – wie in der Klinik – individuell erfolgen. Digitale Angebote können in bestimmten Bereichen hilfreich sein, z. B. für die Psychoedukation, also der Vermittlung von Wissen über psychische Erkrankungen. Oder sie bieten Entspannungs- und Atemübungen. Da sich junge Leute sich eher an einen Krisenchat als an ein Krisentelefon wenden, sind digitale Angebote sicher hilfreiche erste Anlaufstellen.

In Bezug auf internetgestützte Therapieangebote kommt es darauf an, auf welchem sie Ansatz basieren. Je nachdem, ob es sich um eine verhaltenstherapeutische, systemische, tiefenpsychologisch-fundierte oder analytische Psychotherapie handelt, wird der Blickwinkel auf die Erkrankung und die Bearbeitung der Probleme sich erheblich unterscheiden. Davon hängt auch ab, wie gut die Psychotherapie als Online-Therapie durchführbar ist.

„In Zeiten der Pandemie hat Videotelefonie für psychotherapeutische Sitzungen an Bedeutung gewonnen.“

Auch bei Menschen, die beruflich viel unterwegs sind oder im Ausland leben, kann dies die einzige Chance für eine Psychotherapie in der Muttersprache sein.

Betroffene können natürlich nicht isoliert gesehen werden. Was rätst du Angehörigen im Umgang mit Betroffenen? Was können sie tun, damit sie nicht selbst in einen Erschöpfungszustand rutschen?
Insbesondere bei wiederkehrenden depressiven Episoden bemerkt häufig das Umfeld eine Veränderung, bevor es der Betroffene es merkt oder wahrhaben möchte. Hilfreich können Partner, Eltern, Kinder oder Freunde aber nur sein, wenn es ihnen selbst gut geht. Dafür ist es wichtig, dass sie ihre eigenen Kräfte nicht überstrapazieren, sich auch Zeit für sich nehmen und ihre Bedürfnisse. Dabei kann ein Austausch mit anderen Angehörigen entlastend sein, zum Beispiel im Rahmen einer Angehörigengruppe, die es in vielen Kliniken gibt.

 

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Lexikon

Es gibt Dinge, die kann man erst richtig nachvollziehen, wenn man sie erlebt hat. Depressionen gehören mit Sicherheit dazu. Im Alltag taucht der Begriff häufig im Zusammenhang mit Stimmungstiefs auf. Solche Schwankungen sind Teil des normalen Lebens und gehen vorüber. Eine Depression aber dauert an und der Betroffene kann sich nicht durch Willenskraft daraus befreien. Sie verändert das Denken, Fühlen und Handeln des Betroffenen, beeinträchtigt Körperfunktionen und verursacht erhebliches Leiden. Man spricht auch von einer affektiven Störung. Statistisch betrachtet erkrankt jeder Fünfte einmal im Leben an einer Depression – Frauen doppelt so häufig wie Männer.

Sie treibt viele Blüten
Depression ist natürlich nicht gleich Depression. Sie unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Es gibt grundsätzlich drei Schweregrade: leichte, mittelgradige und schwere Depressionen. Vor der Diagnose steht eine umfassende Anamnese, die aus einem ausführlichen Gespräch sowie einer körperlichen Untersuchung besteht.

Die Hauptsymptome sind:

  • ungewöhnlich gedrückte Stimmung über die meiste Zeit des Tages und fast täglich, unabhängig von äußeren Umständen
  • Verlust von Freude oder Interesse an angenehmen Aktivitäten
  • Antriebsminderung oder erhöhte Ermüdbarkeit

Zusätzlich müssen bei einer leichten Episode ein bis vier, bei einer mittelgradigen bis zu sechs und bei einer schweren Episode alle der folgenden Symptome vorkommen:

  • Verlust von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
  • unbegründete Selbstvorwürfe und unangebrachte Schuldgefühle
  • wiederholte Gedanken an den Tod oder an Suizid
  • Denk- und Konzentrationsstörungen oder Unentschlossenheit
  • psychomotorische Unruhe oder Hemmung
  • Schlafstörungen
  • Verlust oder Steigerung des Appetits und infolgedessen Gewichtsveränderungen

Anders als ein gebrochenes Bein ist eine depressive Erkrankung für Außenstehende oft nicht klar erkennbar. Das Perfide an einer Depression: Es fehlt oft der Glaube daran, dass es wieder besser werden kann. Hilfe zu suchen, kommt Betroffenen wie ein komplett hoffnungsloses Unterfangen vor. Sie fühlen sich verantwortlich für ihren Gemütszustand und schämen sich, sich nicht besser im Griff zu haben. Die Gefühle von Scham und Schuld können die Depression noch verstärken – ein Teufelskreis entsteht. Generell gilt: Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann es sein, dass sie wiederkehrt und länger andauert. Depressionen sind in der überwiegenden Mehrzahl episodische Erkrankungen mit einem wiederkehrenden (rezidivierenden) Verlauf.

Bei 60–75 Prozent aller Betroffenen ist davon auszugehen, dass nach einer ersten depressiven Episode mindestens eine weitere Episode folgt.

Diverse Schattengewächse
Je nach Schweregrad, Dauer und Verlauf wird zwischen verschiedenen Formen der Depression unterschieden:

Depressive Episode
Gewöhnlich sind mindestens zwei oder drei der oben angegebenen Symptome vorhanden. Der betroffene Patient ist im Allgemeinen davon beeinträchtigt, aber oft in der Lage, die meisten Aktivitäten fortzusetzen.

Saisonal abhängige Depression
Von saisonal bedingter Depression wird gesprochen, wenn sich Symptome einer depressiven Episode ausschließlich und wiederholt zu einer bestimmten Jahreszeit zeigen.

Mittelgradige depressive Episode
Gewöhnlich sind vier oder mehr der oben angegebenen Symptome vorhanden, und der betroffene Patient hat meist große Schwierigkeiten, alltägliche Aktivitäten fortzusetzen.

Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
Eine depressive Episode mit mehreren oben angegebenen, quälenden Symptomen. Typischerweise sind das der Verlust des Selbstwertgefühls sowie Gefühle von Wertlosigkeit und Schuld. Meist liegen einige somatische Symptome vor; Suizidgedanken und -handlungen sind häufig.

Rezidivierende depressive Störung
Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wiederholte depressive Episoden charakterisiert ist. In der Anamnese finden sich dabei keine unabhängigen Episoden mit gehobener Stimmung und vermehrtem Antrieb (Manie). Kurze Episoden von leicht gehobener Stimmung und Überaktivität (Hypomanie) können allerdings unmittelbar nach einer depressiven Episode, manchmal durch eine antidepressive Behandlung mit bedingt, aufgetreten sein. Das Risiko, dass ein Patient mit rezidivierender depressiver Störung eine manische Episode entwickelt, wird niemals vollständig aufgehoben, gleichgültig, wie viele depressive Episoden aufgetreten sind. Bei Auftreten einer manischen Episode ist die Diagnose in eine bipolare Störung zu ändern.

Anhaltende affektive Störungen
Zyklothymie
Ähnlich wie bei der bipolaren Störung wechseln bei der Zyklothymie Episoden gehobener Stimmung und hohem Antriebsniveau mit Phasen der Niedergeschlagenheit und Antriebsarmut ab. Beide Episoden nehmen aber nicht die extremen Ausmaße an, die eine bipolare Störung kennzeichnen. Sie schwanken zwischen einer leichten Depression und Hypomanie.

Dysthymie
Bei der Dysthymie sind die depressiven Symptome über Jahre vorhanden, aber weniger stark ausgeprägt. Gelegentlich kann eine depressive Episode eine Dysthymie überlagern. Dann spricht man von einer „Doppeldepression“ (englisch: double depression).

Weit verzweigtes Wurzelwerk
Es gibt nicht DIE eine Ursache für eine Depression. Eine genetische Veranlagung, neurobiologische Störungen sowie psychosoziale Faktoren dienen als Erklärung. Wenn Eltern oder Geschwister an einer Depression erkrankt sind, hat man ein zwei- bis dreifach höheres Risiko, selbst im Laufe seines Lebens an einer Depression zu erkranken.

Häufig wird der Beginn einer depressiven Episode mit konkreten Auslösern in Verbindung gebracht.

Dies können z. B. Überforderungssituationen, zwischenmenschliche Konflikte oder Verlusterlebnisse sein, aber auch scheinbar positive Veränderungen wie die Geburt eines Kindes. Bei einer ausreichend starken Veranlagung erkranken Menschen auch unabhängig von äußeren Belastungen oder konkreten Auslösern.

Viele Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Krankheit durch typische Veränderungen von Neurotransmittern im Gehirn gekennzeichnet ist. Dabei scheinen einige dieser Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Acetylcholin, Gamma-Aminobuttersäure aus dem Gleichgewicht geraten zu sein.

Auch psychosoziale Faktoren können zur Entstehung einer Depression beitragen: Zum Beispiel ein ängstlich-fürsorglicher Erziehungsstil der Eltern, eine daraus resultierende „erlernte Hilflosigkeit“ sowie geringe Fähigkeiten, Stress zu bewältigen.

Depressive Störungen treten häufig zusammen mit anderen psychischen Störungen und somatischen Erkrankungen auf. Man spricht hier von Komorbidität. Zu den häufigsten komorbiden psychischen Erkrankungen gehören alle Formen von Angststörungen und auch Abhängigkeitserkrankungen. Diese treten meistens vor der ersten Depression auf und werden in der Regel als primäre Störungen interpretiert, die das Risiko einer Depression deutlich erhöhen.

Obwohl erhöhtes Depressionsrisiko bei einer Vielzahl von körperlichen und neurologischen Erkrankungen als gesichert gilt, ist die Kausalität noch weitgehend ungeklärt: Beispielsweise können körperliche Erkrankungen wie z. B. Diabetes, eine koronare Herzkrankheit, chronische Schmerzen, Krebs-, Herz-Kreislauf- sowie Demenz-Erkrankungen eine Rolle spielen. Je mehr Komorbiditäten auftreten, desto schwerer ist der Verlauf und umso komplexer sind die therapeutischen Herausforderungen.

Aufkeimende Hoffnung
Am Beginn der Behandlung von Patienten mit depressiven Störungen steht ein Aufklärungsgespräch. Dessen Ziel ist es, realistische Hoffnung zu vermitteln und Patienten zu entlasten. Die Behandlung einer depressiven Störung ist auf die Linderung der depressiven Symptome ausgerichtet, die Wahl der geeigneten Behandlungsalternative richtet sich nach Schweregrad, Verlauf, klinischen Faktoren sowie der Patientenpräferenz. Grundsätzlich gibt es vier primäre Behandlungsstrategien:

  • aktiv-abwartende Begleitung
  • medikamentöse Behandlung
  • psychotherapeutische Behandlung
  • Kombinationstherapie

Psychotherapie
In der Behandlung depressiver Erkrankungen hat sich Psychotherapie heute in großem Umfang mittels unterschiedlicher Verfahren etabliert, sowohl im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass neben verfahrensspezifischen Wirkfaktoren auch „unspezifische“ Wirkfaktoren zur Erklärung von Therapieerfolgen beitragen: Die unterschiedlichen psychotherapeutischen Verfahren verbinden gemeinsame Merkmale, zu denen allen voran die Qualität der therapeutischen Beziehung gehört: Eine akzeptierende, mitfühlende, soziale Unterstützung gewährende Arbeitsbeziehung, die die Gefühle von Wertlosigkeit und Hoffnungslosigkeit seitens der Patienten lindert.

Die Angehörigen sollten über das Erscheinungsbild, die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose der Erkrankung eingehend informiert werden (Psychoedukation). Denn nur mit einem fundierten Wissen können sie den Patienten unterstützen, zur Fortsetzung der Behandlung motivieren und zum Schutz vor Rückfällen beitragen.

Verhaltenstherapien
Verhaltenstherapeutische Ansätze gehen davon aus, dass ein Mangel an positiver Verstärkung sowie gelernte Hilflosigkeit und andere depressionsfördernde Verhaltensmuster zentrale Faktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung einer depressiven Störung sind.

Das für die Depression am besten untersuchte Verfahren ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT).

Sie beruht auf den Gesetzen der Lerntheorie, die psychische Erkrankungen als Folge ungünstiger Lernerfahrungen in der Vergangenheit konzeptualisiert. Depressive Denk- und Verhaltensmuster werden erkannt, um sie dann schrittweise zu verändern: Trauer und niedergeschlagene Stimmung können zum Gefühl der Wertlosigkeit führen, was Antriebsmangel und sozialen Rückzug zur Folge haben kann. Dadurch wiederum wird die Depression verstärkt. In der Therapie sollen Betroffene zum Beispiel lernen, das negative Denkmuster „Ich bin nichts wert“ zu verändern und damit auch ihre Stimmung und ihr Verhalten zu beeinflussen. Sie entwickeln mehr Selbstkontrolle in Situationen, die normalerweise von depressionstypischen Gedankengängen besetzt sind. Die Behandlung erfolgt oft ambulant in einer Praxis oder stationär in einer Klinik. Gelernte, sich negativ auswirkende Verhaltensmuster sollen durchbrochen und neue eingeübt werden. Außerdem werden Entspannungstechniken vermittelt, um den Patienten zu helfen, mit Symptomen wie Schlaflosigkeit, Stress oder Angst umzugehen.

Psychodynamische Psychotherapien
Aus psychoanalytisch-psychodynamischer Sicht beruhen Depressionen auf einem unbewussten inneren Konflikt, der durch negative oder unangenehme Erfahrungen oder Erlebnisse in der individuellen Geschichte/Kindheit entstanden ist. Wissenschaftlich abgesichert ist die Wirksamkeit einer tiefenpsychologisch orientierten Kurzzeittherapie bei leichten bis mittelschweren Depressionen. Vor diesem Krankheitsverständnis erfolgt in der analytischen Psychotherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie depressiver Patienten die reflektierende Bearbeitung, die Einsicht in innere Konflikte und die Stärkung vorhandener Ressourcen und Fähigkeiten.

Als Unterform der psychoanalytisch begründeten Verfahren spielt bei Depressionen die tiefenpsychologisch fundierte Kurzzeittherapie eine Rolle (bis zu maximal 25 Stunden), insbesondere dann, wenn begrenzte Krisen, wie zum Beispiel eine Trennung, der Auslöser sind.

Weitere Therapieverfahren, z. B. Elektrokonvulsionstherapie, Lichttherapie oder Wachtherapie, Sport- und Bewegungstherapie ergänzen die Behandlungsmöglichkeiten. Ergänzend werden in der Behandlung ebenfalls Ergo- und  Künstlerische Therapie eingesetzt.

Antidepressiva
Unter der Bezeichnung wird eine Gruppe von Medikamenten zusammengefasst, die bei depressiven Erkrankungen die Stimmung aufhellen und den Antrieb normalisieren. Zugleich verringern sie auch die typischen körperlichen Symptome (z. B. Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Magen-Darm-Beschwerden), die mit einer Depression einhergehen. Die Wirkung der Antidepressiva beruht darauf, dass sie ein Ungleichgewicht körpereigener Neurotransmitter wie Serotonin und/oder Noradrenalin wieder ausgleichen.

Antidepressiva führen nicht zu einer Abhängigkeit.

E-Mental-Health
Es gibt zudem leicht zugängliche Angebote wie Selbsthilfe-Manuale, Apps oder Online-Programme mit Übungen und Anregungen, die bei einer leichten Symptomatik helfen können. Sie ersetzen jedoch keineswegs den Arzt oder Therapeuten. Wissenschaftlich fundierte und kostenlose digitale Programme sind beispielsweise moodgym und das iFightDepression Tool. Weitere digitale Gesundheitsanwendungen („DiGA“), die es seit neuestem auf Rezept gibt, sind online gelistet.

Wenn alles über den Kopf wächst
Die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von Depressionen sind von großer Bedeutung: vom Verlust der Lebensqualität und das erhebliche Leid der Betroffenen über Langzeit-Abwesenheit am Arbeitsplatz und Frühberentung bis hin zu Suizid. Von knapp 10.000 Suiziden in Deutschland werden fast 90 Prozent durch psychisch erkrankte Menschen begangen und davon ein nicht unerheblicher Prozentsatz durch Menschen mit Depressionen.

Etwa 10–15 Prozent der Menschen mit einer festgestellten schweren Depression begehen Suizid.

Bei jungen Menschen bis zum 30. Lebensjahr ist der Suizid die zweithäufigste Todesursache. Der schrittweise Rückzug aus sozialen Beziehungen ist ein deutliches Warnsignal sowie totale Hoffnungslosigkeit für die Zukunft. Es gibt kein Patentrezept für eine solche Situation. Etwas tun kann man dennoch: Das Gespräch darüber zulassen und den anderen in seiner totalen Verzweiflung annehmen. Es gilt: Nicht jeder der suizidal ist, ist depressiv. Und nicht jeder der depressiv ist, ist suizidal.

 

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Interview

„Mit 17 wurde die Depression zum ersten Mal bei mir diagnostiziert. Damals war aber noch nicht klar, dass es sich um eine rezidivierende Depression handelt“, sagt die 43-jährige Kölnerin heute. Obwohl eine Depression eine unsichtbare Erkrankung ist, die sehr viel mit Einsamkeit, Rückzug und Alleinsein zu tun hat, waren und sind Freunde und Freundinnen ein wichtiger Halt für Jasmin, sagt sie. „Freundschaften sind wie ein unsichtbares Netz. Ich weiß: Wenn ich falle, kann ich nur aus eigener Kraft wieder aufstehen – aber es ist jemand in der Nähe, der mir wieder ein bisschen Licht auf den Weg bringt“, sagt Jasmin, die auch über ihre Depression bloggt.

Ich habe eine Handvoll enger Freunde, die immer an meiner Seite waren.

Doch das war oft alles andere als einfach. „Es hat lange gedauert, bis meine Freunde verstanden haben, wie eine Depression funktioniert“, erzählt Jasmin. „Aber ich habe nie aufgehört, es zu erklären. Auch, wenn es bisweilen frustrierend war oder ich eigentlich nicht mehr die Kraft hatte.“ Denn vielen Menschen – einschließlich der Betroffenen – fehlt häufig das Wissen darüber, was genau eine Depression eigentlich bedeutet, was sie mit sich bringt, was hilft und was eher schadet.

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut
Tipps in die Richtung von „Mach doch mal Sport“ oder „Du brauchst nur Ablenkung“ sind zum Beispiel kontraproduktiv. Doch die hat auch Jasmin gehört. „Ratschläge wie Sonnenlicht oder Sport banalisieren die Krankheit in meinen Augen. Das ist so, wie zu sagen: ‚Wenn du keine Luft bekommst, atme doch einfach ruhiger’“, meint sie. Es liegt schlicht nicht in der Macht der Betroffenen, die Depression mit ein bisschen Mühe und gutem Willen einfach abzustellen. Um es noch mehr zu verdeutlichen:

Es würde niemand zu jemandem mit einem gebrochenen Bein sagen: „Jetzt stell dich nicht so an und benutz halt das andere!“

Wer an einer Depression leidet, fühlt sich ohnehin oft total ausgelaugt, leer und unfähig, auch nur die kleinsten Kleinigkeiten zu erledigen. „Es macht mir Druck, wenn ich nicht ’normal‘ funktionieren kann, wenn ich das Gefühl habe, nur um mich selbst zu kreisen und mich zu wenig um meine Freunde zu kümmern“, sagt auch Jasmin. „Ich fühle mich wie eine schlechte Freundin, die nur nimmt und nicht gibt.“

Dabei sei es dann auch ganz egal, was ihre Freunde und Freundinnen dazu meinen und wie sehr sie versuchen, sie vom Gegenteil zu überzeugen; das Gefühl entsteht durch die Depression. „Das ist Druck, den ich mir selber mache“, sagt Jasmin. Und dann tut es logischerweise nicht gut, wenn dieser Druck durch gut gemeinte, aber kontraproduktive Tipps noch weiter erhöht wird.

„Geduldig bleiben und nicht versuchen, den Betroffenen die Symptome ‚auszureden‘. Denn das wird nicht erfolgreich sein“, rät Dr. Strauß. „Im Gegenteil: Der oder die Erkrankte wird sich unverstanden fühlen und zurückziehen.“ Wichtig sei in einer Freundschaft, die Depression und die daraus resultierenden Symptome als Erkrankung zu akzeptieren und das auch genau so zu kommunizieren.

Sorgen machen Druck
Neben den Ratschlägen gibt es allerdings noch eine weitere Komponente, die eine Freundschaft bei Depressionen belastet und die deutlich schwerer in den Griff zu bekommen ist: ein schlechtes Gewissen der Betroffenen durch die Sorgen von Freunden. „Das hat mich am meisten heruntergezogen. Ich möchte nicht, dass man sich um mich sorgt, denn die Schuldgefühle deswegen sind riesengroß. Ich gerate wahnsinnig unter Druck, wenn sich jemand um mich sorgt und ich die Sorge nicht nehmen kann, weil keine Kraft dafür da ist“, berichtet Jasmin.

Allerdings ist es eine komplett natürliche Reaktion in Freundschaften, sich um andere zu sorgen, wenn es ihnen nicht gut geht. Genauso natürlich, wie nicht zu wollen, dass es jemandem schlecht geht, weil man selbst leidet. Was dabei am ehesten hilft, ist gegenseitige Akzeptanz und beidseitiges Vertrauen.

Ich kann nicht erwarten, dass meine Freunde alles verstehen oder aushalten.“

Grenzen ziehen und das, was ist, annehmen
Akzeptanz dessen, dass Betroffene nun mal eine Erkrankung haben, die ihr Leben beeinträchtigt und die Freundschaft verändert, dass sie sich ab und zu zurückziehen und dass das nichts mit dem Gernhaben zu tun hat, ist wichtig. Unter der Woche einfach mal so lustig Schnaps oder Champagner trinken, geht vielleicht nicht mehr. Das ist nicht böse gemeint und muss okay sein. Auch, wenn es schwerfällt.

„Depressive Menschen wirken häufig abweisend, da ihnen soziale Kontakte plötzlich zu viel sind. Sie ziehen sich zurück, gehen nicht ans Telefon, vermeiden Gespräche“, erklärt Dr. Maria Strauß. „Erkrankte wirken verändert und können sich über nichts mehr freuen, auch nicht über Besuch von Freunden. Und das kann möglicherweise zu Frustration und Enttäuschung auf der Gegenseite führen.“ Das könne laut Dr. Strauß für eine Freundschaft bei Depression zu einer großen Herausforderung werden. Ganz entscheidend sei laut Expertin dabei jedoch, dass Freunde und Freundinnen von Betroffenen darauf nicht mit Rückzug reagieren.

Akzeptanz ist aber auch auf Seiten der Betroffenen nötig. Zum Beispiel dafür, dass sich Freunde und Freundinnen kurzzeitig abgrenzen, wenn sie die Depression und alles, was damit einhergeht, überfordert. „Wichtig ist bei aller Hilfs- und Unterstützungsbereitschaft, sich selber nicht zu vergessen und vor allem nicht zu überfordern“, sagt Dr. Strauß. Zwar sei es wichtig, für die Erkrankten da zu sein – aber eben nicht über die eigene Belastungsgrenze hinaus.

„Meine Freunde sollen sich abgrenzen, wenn es für sie selbst so zu viel wird, dass ihr Wohlergehen leidet.“

Ein ziemlich anstrengender, langwieriger Lernprozess. Doch er lohnt sich, findet Jasmin: „Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass ich mich zwar einsam fühle, aber nicht allein bin“, sagt sie. „Dass da Menschen sind, die mich wieder mit offenen Armen empfangen, erleichtert sind, dass ich wieder da bin und sich freuen. Ihre Freude bedeutet mir sehr viel und ich habe gelernt, dieser Freude zu vertrauen, weil sie echt ist.“ Ein enorm großer Fortschritt, der nicht zuletzt auch mit Vertrauen in sich selbst und die eigene Wahrnehmung zu tun hat.

Was ihr dabei konkret geholfen hat, war beispielsweise ein Tipp ihrer Therapeutin: „Sie hat mir mal geraten, Bilder von meinen Freunden aufzuhängen, auf denen wir gemeinsam drauf sind – damit ich mich in den Zeiten, in denen ich nichts (Gutes) fühle, daran erinnern kann, dass sie da sind und ich nicht alleine bin“, erzählt Jasmin. „Dieser Rat hat mir durch eine Menge schlechter Tage geholfen.“

Aber längst nicht jede Freundschaft hält so eine Erkrankung und die damit einhergehenden Anforderungen und Belastungen aus. „Es trennt sich einfach die Spreu vom Weizen“, meint Jasmin. „Meine engen Freunde waren und sind an meiner Seite. Bekanntschaften sind allerdings schon mal verlorengegangen.“ Denn ob eine Verbindung bei Depression hält, hängt unter anderem wesentlich mit ihrer Grundstruktur zusammen. Zwischenmenschliche Beziehungen, die hauptsächlich auf Jux und Dollerei, auf Feiern und Partys oder auf beruflichen Vorteilen und Netzwerken basieren, erweisen sich in schweren, stürmischen Zeiten als wenig stabil und eher entbehrlich.

Manche Freundschaften jedoch sind besonders wichtig und haltbar. „Es gibt eine sehr gute Freundin. Wir waren beide vor einigen Jahren an Krebs erkrankt und haben uns dann im Rahmen dieser Krankheit kennengelernt“, erzählt Jasmin. „Sie versteht wie niemand anders, was in mir vorgeht, weil sie bestimmte Ängste kennt und sich als Kinder- und Jugendpsychotherapeutin mit dem Mechanismus einer Depression auch berufsbedingt auskennt. Sie ist mein Anker und meine emotionale Wasserwaage, sensibel und rational an den richtigen Stellen. Egoistisch genug, um sich Raum zu nehmen, den ich ihr aber auch sehr gut geben kann.“

Manchmal hilft eine wortlose Umarmung mehr als alles andere
Inzwischen geht es Jasmin ganz gut. Gemessen an den Umständen, wie sie sagt: „Es gibt immer wieder Einbrüche. Ich habe akzeptiert, dass die Depression ein Teil meines Lebens bleiben wird und dass sie manchmal stärker ist als ich. Aber ich weiß mittlerweile auch, dass es Tage gibt, an denen ich ihr gut die Stirn bieten kann.“ Letztendlich spielen Freundschaften bei Depression eine wichtige Rolle. „Ohne geht es nicht“, sagt Jasmin. „Sie sind für die guten Zeiten unerlässlich und in schlechten Zeiten ein beruhigendes Gefühl.“

Als Betroffene rät sie Freunden und Freundinnen von depressiven Menschen vor allem dazu, nicht krampfhaft helfen zu wollen:

„Eine Depression ist eine einsame Sache, Betroffene machen es mit sich aus.“

„Es gibt kein Patentrezept gegen die Angst und Traurigkeit, niemand kann sie einem nehmen.“ Eine Ausnahme ist allerdings Hilfe auf dem Weg in eine Therapie. „Begleitung zum ersten Arztbesuch wäre beispielsweise eine Unterstützungsmöglichkeit“, wie Expertin Dr. Maria Strauß sagt. Besonders wichtig ist bei Depressionen jedoch, dass sich Freunde und Freundinnen zum Beispiel im Internet über die Erkrankung informieren und keine ungebetenen Tipps oder Ratschläge geben – und seien sie auch noch so gut gemeint. Es geht nämlich auch anders. Oder wie Jasmin sagt: „Eine wortlose Umarmung bringt mehr als jeder Ratschlag.“

 

Der Original-Artikel ist am 15.5.2020 auf ze.tt erschienen.
Mehr von Jasmin in ihrem Blog How to get lost.
Jessica Wagener ist Online-Redakteurin. Mehr von ihr online.


Hilfe holen
Falls du unter einer Depression leidest und/oder dich Suizidgedanken plagen, findest du bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines 0800/1110111 und 0800/1110222 rund um die Uhr Hilfe. Du kannst dich dort anonym und vertraulich beraten lassen.