3 Fragen an

Victoria van Violence.

Jung, schön, erfolgreich. Dann ging nichts mehr. Victoria van Violence, Alternativmodel und Bloggerin, hat sich im letzten Jahr öffentlich zu ihrer Depression bekannt. Wir haben nachgehakt, ganz nach dem Motto: Depression – let's talk about it!

Du hattest eine depressive Episode. Wann kam für dich der Punkt, an dem du wusstest, du brauchst Hilfe?
Irgendwann kommt der Tag, da sieht man kein morgen mehr. Also so gar nicht. Und spätestens da muss man sich Hilfe suchen. Und so war es auch bei mir.

Wie wurde dir geholfen und wie geht es dir heute?
Ich bin zuerst in eine Klinik gefahren und habe mich selbst eingewiesen, dort blieb ich 4 Wochen bis ich grob über den Berg war. Danach habe ich noch 1,5 Jahre eine Gesprächstherapie gemacht und mich viel mit mir selbst befasst. Es ist immer wieder ein neuer Kampf, aber ich stelle mich dem und ich sehe es inzwischen auch als etwas Positives. Denn ich kenne mich inzwischen viel besser und weiß, was mir gut tut.

Warum hast du dich entschieden, damit an die Öffentlichkeit zu gehen?
Weil wir in einer Leistungsgesellschaft leben, in der Eigenlob stinkt und in der psychische Erkrankungen ein Stigma sind. Ich möchte den Menschen zeigen, dass es jeden treffen kann und Betroffenen sowie Angehörigen helfen, denn sie sind nicht alleine.

Links:
www.victoriavanviolence.com
Stiftung Deutsche Depressionshilfe e. V.
Freunde fürs Leben e.V.